Marvin wurde immer besser darin, zu erkennen, wo ich bin und was ich tue. Die proaktiven E-Mails auf Reisen waren hilfreich, und das Interface zum Korrigieren der Orte war ein echter Fortschritt. Aber es gab ein Problem, das ich anfangs komplett übersehen hatte: Marvin war manchmal unhöflich.
Das Problem: Wenn der Besuch kommt
Ich hatte am Wochenende Besuch. Wir saßen zusammen, haben uns unterhalten, und plötzlich ging das Licht im Wohnzimmer an, weil Marvin eine vordefinierte Regel getriggert hatte. Oder er hat über das Chromecast-Interface eine Karte mit einem „unbekannten Ort“ auf den Fernseher geworfen. Es war nicht böse gemeint, aber es war störend und unpassend. Die Leute haben irritiert geschaut. Marvin hat meine soziale Situation ignoriert.
Die Lösung: Bluetooth-Erkennung im Umfeld
Ich musste Marvin beibringen, wann er den Mund halten soll. Die Lösung war technologisch simpel, aber konzeptuell ein riesiger Schritt:
- Präsenz-Check: Marvin scannt jetzt nach Bluetooth-Geräten in der Umgebung.
- Die goldene Regel: Nur wenn ausschließlich mein eigenes Handy über Bluetooth erkannt wird, darf Marvin sich „melden“ oder Aktionen ausführen. Sobald ein anderes bekanntes Bluetooth-Gerät (z.B. das Handy eines Freundes) in Reichweite ist, geht Marvin in den Stillen Modus.
Stille ist ein aktiver Designzustand
Das war eine Offenbarung für mich. Es geht nicht nur darum, wann eine KI hilfreich ist, sondern auch darum, wann sie im Weg ist. Die Abwesenheit von Intervention ist in manchen Situationen die höchste Form der Unterstützung.
Marvin ist jetzt nicht nur ein technisches System, sondern auch ein sozial intelligentes – zumindest im Ansatz. Es ist faszinierend zu sehen, wie ein paar Zeilen Code die gesamte „Persönlichkeit“ des Systems verändern können.
Der nächste Schritt: Diese Erkenntnis über soziale Kontexte hat mich dazu gebracht, über die Rolle von Assistenten nachzudenken. Es geht nicht nur um Technik, sondern um die Erwartungen, die wir an solche Systeme haben. Ich will Marvin eine „Stellenbeschreibung“ geben.
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