MARVIN

Marvin
Marvin: Wo bin ich wohl in 132 Tagen um 18 Uhr

Oder: Was mein Handy eigentlich den ganzen Tag über mich erfährt.

Wie es anfing

Ehrlich gesagt? Ich hatte einfach Lust zu basteln. Ich saß in meiner Wohnung, hatte diesen neuen Raspberry Pi vor mir liegen und hab mich gefragt: „Kann das Teil eigentlich mitbekommen, was ich draußen so treibe?“

Ich bin kein großer Fan davon, alles manuell in Apps einzutippen. Also war die Idee: Marvin soll ein stiller Beobachter sein. Ein Zeitvertreib, bei dem ich schauen will, ob ich aus meinen eigenen GPS-Daten schlau werde.

Der Aufbau (Quick & Dirty)

Kein großes Budget, keine schicke Architektur. Nur mein Smartphone, die App Tasker und ein kleiner Computer, der jetzt dauerhaft neben meinem Fernseher läuft.

  • Der Sensor: Mein Handy schickt via Tasker jedes Mal ein Signal an den Pi, wenn ich mich bewege oder irgendwo ankomme.
  • Das Hirn: Der Raspberry Pi speichert das in einer Datenbank.
  • Das Ziel: Erstmal gar nichts. Ich sammle einfach. Ich will sehen, ob man mein Leben in Mustern ausdrücken kann.

Warum „Marvin“?

Ganz ehrlich? Es gibt keine tiefschürfende Analyse oder ein Akronym dahinter. Ich mag den Namen einfach. Er klingt nach jemandem, der im Hintergrund mitschreibt, ein bisschen eigenwillig ist und seinen eigenen Kopf hat. Marvin eben.

  • Marvin geht in Rente – Das Fundament für alles, was kam

    Ein Abschied voller Stolz: Wie ein Raspberry-Pi-Projekt meine Design-Ethik prägte, mich zu einem Weltkonzern führte und dessen Erbe heute in Betriebssystemen weltweit weiterlebt.

  • Meine Gedanken zu Design: Wie ich Telefon Bots besser machen würde

    Warum mein kleiner Computer „Marvin“ netter ist als die meisten Firmen-Hotlines

  • Der digitale Spiegel – Ist die Zukunft vorhersagbar?

    Ein Rückblick auf das ursprüngliche Ziel: Kann KI meinen Alltag vorhersagen? Nach drei Jahren Datenlogging zeigt Marvin: Wir sind berechenbarer, als wir denken. Eine Reflexion über Muster und Selbstkenntnis.

  • Wenn Marvin zur Diva wird – Projekt „Vira“ und die Macht der Stimme

    Ein Experiment über Persönlichkeit und Gedächtnis: Vira berechnete „Beziehungspunkte“ basierend auf der Gesprächsqualität. Warum Chris von ihr genervt war und was das über die Zukunft von Firmen-Bots aussagt.

  • Marvin lernt sprechen – Das auditive Interface

    Marvin bekommt eine Stimme! Mit Mikrofon, Lautsprecher und Dialogflow kann ich jetzt direkt mit meinem System sprechen. Von der ersten Begrüßung zu Hause bis zur Abfrage von Daten – ein Experiment über die Tücken der Voice UX.

  • Die „Stellenbeschreibung“ für einen Assistenten

    Marvin bekommt eine offizielle „Stellenbeschreibung“! Statt auf maximale Features setze ich auf klare Rollen und Grenzen. Das Ziel: Ein System, das mich kennt und gezielt unterstützt, statt sich als „Alleskönner“ zu versuchen.

  • Marvin lernt Anstand – Die soziale Sensibilität

    Marvin hat gelernt, wann er schweigen muss. Durch Bluetooth-Erkennung schaltet das System in den stillen Modus, sobald Besuch da ist. Ein Experiment, das zeigt: Stille ist ein aktiver Designzustand für KI-Systeme.

  • Marvin lernt zuhören – das erste Interface

    Marvin bekommt ein Gesicht! Mit einem HTML-Interface auf dem Fernseher kann ich jetzt unsichere Ortszuordnungen korrigieren und meine Vorlieben bewerten. Das System wird zum ersten Mal lernfähig.

  • Der stille Begleiter auf Reisen

    Marvin lernt, zwischen Alltag und Reise zu unterscheiden. Wenn ich in einem Hotel einchecke, reagiert das System proaktiv mit Tipps für die Umgebung. Ein Experiment über hilfreiche Technik, die nicht nervt.

  • Wenn Koordinaten Namen bekommen

    Marvin lernt lesen. Durch die Anbindung an die Google Places API verwandeln sich GPS-Punkte in echte Orte wie Cafés oder Supermärkte. Ein Experiment über die Bedeutung von Kontext.

  • Die Archäologie der eigenen Daten

    Marvin ist gestartet. Mit einem Raspberry Pi und Tasker sammle ich meine ersten GPS-Koordinaten. Keine Namen, keine Orte – nur Punkte auf einer Karte.

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