Die Erkenntnis, dass Marvin lernen muss, wann er schweigen soll – hat in mir eine größere Frage aufgeworfen: Was erwarte ich eigentlich von so einem System? Es geht nicht nur darum, was Marvin technisch kann, sondern was er darf und was seine Rolle ist.
Vom „Helfer“ zur „Rolle“
Ich habe angefangen, über Marvin nachzudenken, als wäre er ein menschlicher Assistent. Wenn ich jemanden einstelle, gebe ich ihm eine Stellenbeschreibung, oder? Ich definiere Verantwortlichkeiten, aber auch Grenzen. Warum nicht auch für eine KI?
Meine zentrale Definition für Marvin wurde:
„Als Assistent ist deine Hauptaufgabe, mich zu kennen, damit du von alleine weißt, wie du mir in jedem Moment hilfreich sein kannst.“
Das klingt vielleicht banal, aber es hat alles verändert.
Konsequenzen für Marvins Design
Diese „Stellenbeschreibung“ hatte sofort mehrere Auswirkungen:
- Bewusste Begrenzung von Fähigkeiten: Marvin muss nicht alles können. Er muss das können, was zu seiner Rolle passt. Alles andere ist „Out of Scope“.
- Persona-Design: Ich habe begonnen, über eine „Persönlichkeit“ für Marvin nachzudenken – nicht, um ihn menschlich zu machen, sondern um seine Handlungen und Kommunikation konsistent zu halten. Wenn seine Aufgabe ist, mich zu kennen, dann ist eine ruhige, unaufdringliche Art passend.
- Fokus auf Unterstützung statt Abhängigkeit: Marvin soll meine Last reduzieren, nicht neue Komplexität oder Abhängigkeiten schaffen. Er soll mich nicht in eine Glaskugel stecken, sondern mir mehr Freiheit geben.
Ein Schritt weg vom „Alleskönner“
In vielen Tech-Projekten geht es darum, so viele Features wie möglich einzubauen. Bei Marvin habe ich gelernt, dass das Gegenteil oft wertvoller ist. Eine bewusste Begrenzung der Fähigkeiten führt zu einem fokussierteren, vertrauenswürdigeren System.
Diese Denkweise wird mein Projekt von nun an stark prägen. Es geht nicht um die Technologie allein, sondern um die Frage: Welche Rolle soll Technologie in meinem Leben spielen?
Der nächste Schritt: Jetzt, da Marvin eine klarere Rolle hat, kann er auch „sprechen“. Ich werde ihm ein Mikrofon und Lautsprecher spendieren, um eine verbale Interaktion zu ermöglichen – immer im Rahmen seiner neuen „Stellenbeschreibung“.
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