Nach über einem Monat Dauerbetrieb ist meine Datenbank ordentlich gefüllt. Ich habe tausende von Punkten gesammelt, aber ehrlich gesagt: Wenn ich mir die Tabelle mit Breitengraden und Längengraden ansehe, erkenne ich zwar Cluster, aber ich weiß oft nicht mehr, was ich dort eigentlich gemacht habe.
War dieser Punkt an der Ecke die Apotheke oder der Kiosk daneben? Um das herauszufinden, habe ich Marvin ein „Upgrade“ verpasst.
Die Anbindung an die Google Places API
Ich habe angefangen, die Koordinaten gegen die Google Places API zu prüfen. Das Ziel ist es, den semantischen Kontext zu verstehen. Marvin speichert jetzt nicht mehr nur, wo ich bin, sondern auch, was dort ist.
Dabei geht es mir um zwei neue Dimensionen:
- Der Ortsname: „DM“, „Rewe“, „Home“, „Büro“.
- Die Kategorie: Ist es ein „Shop“, ein „Restaurant“ oder ein „Hotel“?
Warum der Kontext alles verändert
Plötzlich werden die Daten lesbar. Ich sehe nicht mehr nur eine Linie auf der Karte, sondern ich sehe, dass ich jeden Dienstagabend nach der Arbeit noch kurz beim Supermarkt halte.
Aber es gibt ein Problem: Die Daten sind oft ungenau. Manchmal loggt Marvin mich im Café ein, obwohl ich nur davor an der Ampel stand. Ich habe gelernt, dass eine „Beobachtung“ noch lange keine „Wahrheit“ ist.
Wichtig: Marvin schaut nur zu
Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, Marvin jetzt schon Aufgaben zu geben. Er schickt mir keine Nachrichten und erinnert mich an nichts. Er soll erst einmal lernen, die Welt so zu sehen, wie ich sie sehe. Ich nenne das intern „Kontextualisierung vor Interpretation“. Erst wenn Marvin sicher weiß, wo ich bin, darf er später vielleicht auch mal etwas dazu sagen.
Der nächste Schritt: Ich reise in nächster Zeit viel. Ich bin gespannt, wie Marvin reagiert, wenn das gewohnte Muster aus München plötzlich durchbrochen wird und ich in einer fremden Stadt aufschlage.
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