Ray-Allen Taylor

Design Thinker – UX Designer
You Decide

COVID Future (1/3): Jetzt auf den Weg machen

Die meisten Gedanken schweben natürlich zur Zeit um das: "Wie machen wir das JETZT" und "Wann ist das endlich zuende?" Die wenigsten Unternehmen machen sich jetzt jedoch ausreichen Gedanken um das "Danach".

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Gedanken beeinflusst vom "jetzt"

Die meisten Gedanken schweben natürlich zur Zeit um das:
„Wie machen wir das JETZT“ und „Wann ist das endlich zuende?“
Die wenigsten Unternehmen machen sich jetzt jedoch ausreichen Gedanken um das „Danach“.

Nach einem Gespräch mit einem befreundet Geschäftsführer und vielen Design-Thinking Kollegen, hier ein paar Gedanken und Szenarien die vielleicht bei der Entschiedungsfindung helfen. 

Aus diesen Gedanken heraus, begibt sich das Unternehmen meinen Bekannten nun auch in einen kompletten Change. Ich nannte diesen COVID-Change. Ein Change, der den meisten (wenn nicht allen) Widerständlern die Luft aus den Segeln nimmt.

Im ersten Teil gehe ich auf die Firma und ein paar der Mitarbeiter, mit denen ich mich unterhalten habe ein.

COVID-Future: Teil 2

Wie sieht das "Danach" aus und wann kommt es?

Eckdaten

  • Telemarketing: 45
  • Support: 12
  • Accounting: 3
  • Legal: 3
  • HR: 2
  • IT - IT Beratung: 9
  • Leitung: 5

Die Firma: "Software Con"

„Software Con“, die Firma meines Bekannten (natürlich heisst die anders), arbeitet im Vertrieb und in der Beratung von Marketing-Software. Das sogar ziemlich erfolgreich.

Aus der Kalt-Aquise erstellt Software-Con Beratungsund Software-Verträge für mittelständiche und grosse Unternehmen. 

Software-Con hat befindet sich im Herzen von München und hat dort zwei Etagen mit je 240qm Fläche angemietet. 

Aktuelle Situation: 
-80% der Mitarbeiter sind im Home-Office
-Neuaufträge sind um 50% zurück gegangen
-Vertragsverlängerungen sind von den meisten Stammkunden ausgesetzt worden
-10% der aktuellen Verträge wurden, wegen Geschäftsschliessung, gekündigt

Vor COVID:

Wir sind nicht sehr agil und sahen keinen Grund, Homeoffice irgendwie anzubieten. Wir wollten auch die direkte "Kontrolle" über unsere Arbeitsweisen und Mitarbeitenden nicht verlieren.

Geschäftsführer

Jetzt:

Mehrere Mitarbeiter mussten schon sehr früh in Isolation, weil sie in Italien waren. Die Rufe der Mitarbeiter und unsere Sorgen wurdennatürlich grösser. Wir haben innerhalb von 2-3 Wochen Laptops usw organisiert und nach und nach, alle Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt und während dessen unsere Prozesse und Tools angepasst. Noch vor dem Lockdown waren 60% unserer Mitarbeiter bereits zuhause. Heute sind nur noch einige im Büro, die Dinge unterschreiben müssen, oder nicht die Möglichkeit für Homeoffice haben.

Geschäftsführer

Karl, 48, Telemarketing

Karl ist Single, lebt in München und sehnt sich nach einem Job mit Menschenkontakt.

Er mag telefonieren und verkaufen und schätzt den direkten kontakt mit seinen Mitarbeitenden.

Homeoffice ist nicht mein Ding! Ich will meine Kollegen sehen können, sie sind Teil meines Soziallebens!
Ich möchte mich mit Ihnen austauschen können, über die Arbeit aber auch über das Leben.

Karl, vor COVID

Ich bin froh, meinen Job noch zu haben!
Ich bin auch froh, von Zuhause zu arbeiten, die Ansteckungsgefahr ist einfach hoch, ich hab Angst! ich will weder mich noch meine Kollegen gefährden!
Mit jedem Tag im Lockdown vermisse ich meine Kollegen mehr! Ich würde wirklich gerne wieder ins Büro!

Karl, im Lockdown

Wie gefährdet bin ich, wenn es noch keine Heilung gibt und der Lockdown wieder aufgehoben wird? Bin ich auf dem Weg zur Arbeit sicher? Bin ich in der Arbeit sicher? Setzte ich mich oder meine Kollegen einem Risiko aus? Muss ich wieder ins Büro, auch wenn die Situation noch nicht wirklich vorbei ist?
Meine Kollegen könnnte ich ja auch nach der Arbeit, draussen, treffen. Ein paar wohnen nicht weit weg, und wir haben das auch schon besprochen, denen geht es nicht anders.

Karl, über die Lockerung des Lockdowns

Steve, 26, Telemarketing

Steve studiert an einer privaten Hochschule und verdient sich als Marketeer Geld dazu.
Kein Langzeitjob, nur bis das Studium vorbei ist und er sein "eigenes Ding" aufgebaut hat.

Homeoffice wäre so viel besser für mich! Ich könnte nebenbei mehr lernen und müsste nicht immer in die Stadt rein fahren um zur Arbeit zu kommen. Ich trenne Arbeit und Freunde. Ich mache das alles sowieso nicht so lange, nur bis mein Studium vorbei ist, also noch so 2 Jahre.

Steve, vor COVID

Ich hab was zu tun, jetzt wo die Uni geschlossen ist! Das Geld kann ich ansparen, auch wenn zur Zeit nicht so viel Provisionen abspringen. Alle Kollegen in unserem Slack-Chat sind gesprächiger, wir tauschen uns mehr aus. Es ist etwas nervig, weil nicht alles immer mit der Arbeit zu tun hat, aber ich hab mich dran gewöhnt.

Steve, im Lockdown

Zurück ins Büro? Ich hab mich gerade eingewöhnt, ich kann es mir gar nicht mehr vorstellen wieder ins Büro zu müssen. Es haben doch alles gesehen, dass es funktioniert, irgendwie! Und für die Probleme die wir noch haben, finden wir sicher auch noch Lösungen!

Karl, über die Lockerung des Lockdowns

Maja, 32, Buchhaltung

Maja wohnt mit ihrem Mann und einem Kind in einer drei Zimmer Wohnung in München.

Ich lasse die Arbeit gerne hinter mir und komme nach Hause! Zuhause habe ich andere Aufgaben, mein Kind, Haushalt. Und natürlich will ich auch Zeit mit meinem Mann verbringen, wenn alles andere getan ist. Wir hätten auch gar nicht genug Platz Zuhause, für Homeoffice!

Maja, vor COVID

Ich brauch für so viele Dinge noch Unterschrifften, dafür muss ich ins Büro! Zuhause hat sich die Situation eingespielt. Mein Mann und ich haben unsere Büros im Schlaf- und Wohnzimmer aufgebaut und wir haben uns alle in der kurzen Zeit dran gewöhnt und unsere Routinen angepasst.

Maja, im Lockdown

Ich bin froh, wenn ich nicht mehr zwischen Zuhause und Büro hin und her muss für Kleinigkeiten! Würde der Lockdown länger dauern, müssten wir dafür auch eine Lösung finden! Es wird ungewohnt, wenn ich nicht mehr den ganzen Tagg mit meiner Familie zusammen bin. Wir haben uns schon ein wenig an die Nähe gewöhnt!

Maja, über die Lockerung des Lockdowns

Teil 1: Summary

Software Con

Der Grossteil der Räumlichkeiten sind leerstehend. Werden weder gebraucht noch genutzt. Eine Etage wurde gesperrt. Alle Mitarbeiter die ins Büro kommen, arbeiten mit ausreichend Platz auf der zweiten Etage.

80% der Mitarbeiter sind im Homeoffice, für den Rest werden bereits Lösungen gesucht, um auch diese ins Vollzeit-Homeoffice zu bekommen. Die damit verbundenen Kosten bringen die Eigentümer auf.

45 Laptops und Headsets wurden gekauft. Ein Teil der Mitarbeiter im Homeoffice nutzt private Geräte, auch diese sollen nach und nach durch Firmen-Geräte ausgetauscht werden.

Von den 3 Putzkräften kommt aktuell nur eine, einmal in der Woche.

Mitarbeiter

Egal welche Einstellung die Mitarbeiter vor COVID zum Thema Homeoffice hatten: Sie sind froh, den job noch zu haben, und nicht unnötiger Ansteckungsgefahr ausgesetzt zu sein.

Allgemein haben sich die Mitarbeiter an das Homeoffice gewöhnt. Unabhängig von der häuslichen Situation. Auch Familien pendeln sich in die neuen Routinen ein und finden Lösungen für die häusliche Umstruckturierung. 

Ein Grossteil der Mitarbeiter fühlt sich vom Arbeitgeber mehr beachtet, als vor dem COVID-Lockdown. Feedback ist schneller und direkter. Positiv-Feedback wird verstärkt durch die Mitarbeiter wahrgenommen.

Coming up next: Die "danach Szenarien"

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